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Bahnwärter Thiel von Gerhart Hauptmann

Charakterisierung des Bahnwärter Thiel 1887 verfasste der junge Gerhart Hauptmann eine, wie er es selbst bezeichnete, novellistische Studie namens „Bahnwärter Thiel". Der Haupthandlungsträger ist, wie der Buchtitel erahnen lässt, ein Bahnwärter...

Feldschlösschen-Brauerei in Werdau

Am 17. November 1879 wurde die Brauerei Feldschlösschen durch Ferdinand Geidel, einem Böttchermeister aus Crimmitschau, am „Roten Berg“ gegründet. Aufgrund des fortwährend steigenden Umsatzes wurde die Brauerei sehr häufig erweitert...

Die Geschichte des Zwickauer Hauptfriedhofes

Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts hatte jede der acht Kirchen in Zwickau ihren eigenen Begräbnisplatz. Durch die Pest in den Jahren 1520 bis 1522, verordnete Herzog Johann der II...

Automobilbau in Sachsen - Über 100 Jahre Erfahrung - Von Horch zu Porsche

„Fast ein Viertel der deutschen Autoproduktion vor dem Krieg stammte aus Sachsen und mit dem majestätischen Horch-Achtzylinder sicherlich auch die schönsten Autos. Diese Tradition ist nach dem Ende des Zweiten...

Tr[ä]nen des Vaterlandes – Andreas Gryphius

Wie der Titel des Gedichtes von Andreas Gryphius vermuten lässt, handelt dieses Werk vom Elend, welches ein Krieg mit sich bringt. Wenn man das Entstehungsjahr 1636 berücksichtigt, könnte man davon ausgehen, dass es sich um den 30-jährigen Krieg handelt. Gryphius wählte bei diesem Gedicht die "strenge" Form des Sonett. Alle Reime folgen den Aufbau >>abba abba ccd eed<<. Diese, vor allem im Barock übliche Form verwendet er, um den Ernst der Situation zu beschreiben. Das genutzte Metrum betont die besonders wichtigen Worte des Werkes.

Durch das lyrische Ich, welches am Anfang bis zum 3. Vers in der >>Wir<<- Form auftritt, soll zum Ausdruck gebracht werden, dass von diesem grausamen Krieg das gesamte Volk, alle Menschen betroffen sind und nicht nur ein Einzelner. Anhand von Übertreibungen (Hyperbeln) zum Beispiel in Zeile 9, wo er berichtet das durch die Stadt "allzeit frisches Blut" fließt und der Fluss "von Leichen fast verstop[f]ft" ist (Z.11), wird die schlimme, elende und ernste Lage der Menschen in sehr bildlicher Art und Weise veranschaulicht. Durch den Parallelismus in den meisten Strophen wird jedoch eine fast alltägliche Atmosphäre geschaffen. Dies zeigt deutlich, dass das Volk jeden Tag aufs Neue diesem Grauen ausgeliefert war. Die Aufzählungen verdeutlichen die Menge an Dingen die den Menschen verloren gegangen sind und die sie ertragen müssen. Die verwendeten Metaphern wie das "Blut[t] fette Schwer[d]t" oder "die Stra[c]ken sind zerhaun", was Nichts Anderes als "das blutverschmierte Schwert" und "die starken Männer sind geschlagen" heißt , beschreiben sehr bildlich das Kriegstreiben. Durch die im Gedicht genutzten Stilmittel erhält der Betrachter eine erschreckende Vorstellung vom 30-jährigen Krieg.

Mit einem Gegensatz, denn der letzte Vers berichtet von der Wichtigkeit und der Vergänglichkeit der inneren, menschlichen Werte, während in den vorhergehenden Zeilen nur vom Sichtbaren, also den Zerstörungen des Vaterlandesgesprochen wurde, endet das Gedicht. Gerade dieser Gegensatz sollte als Moral dienen. Jeder sollte seine gute inneren Werte trotz Elends und Zerstörung wahren, denn Sie sind das Allerwichtigste jedes Einzelnen.

Letzte Änderung amMontag, 06 Mai 2013 18:32

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